Über das Werk
Giulietta e Romeo ist eine Oper (Dramma per musica) in drei Akten von Niccolò Antonio Zingarelli. Das Libretto von Giuseppe Maria Foppa beruht auf Luigi da Portos Novelle von 1530, auf Jean-François Ducis' Drama 'Roméo et Juliette' von 1772 und letztlich auf Shakespeares 'Romeo und Julia'. Zingarelli komponierte das Werk der Überlieferung nach in nur acht Tagen; die Uraufführung fand am 30. Januar 1796 am Teatro alla Scala in Mailand statt, mit dem Kastraten Girolamo Crescentini als Romeo und Giuseppina Grassini als Giulietta.
Handlung
Wie bei Shakespeare stehen sich in Verona die verfeindeten Familien Cappellio und Montecchio gegenüber. Die Liebe zwischen Giulietta und Romeo bricht sich an dieser Feindschaft; die Oper folgt dem tragischen Weg der beiden Liebenden bis zum gemeinsamen Tod.
Kulturelle Bedeutung
Die Rolle des Romeo, ursprünglich für einen Kastraten geschrieben, wurde bis um 1830 zu einer Lieblingspartie der Sängerin Maria Malibran, und das Werk blieb weit ins 19. Jahrhundert Bestandteil des italienischen Opernrepertoires – nach Einschätzung mancher Musikwissenschaftler Zingarellis bestes Werk. Heute weitgehend vergessen, sorgte 2022 eine Einspielung des Château de Versailles mit Franco Fagioli und Adèle Charvet für neue Aufmerksamkeit.
