Über das Werk
Oper in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi, uraufgeführt am 15. Februar 1845 an der Mailänder Scala als seine siebte Oper. Das Libretto von Temistocle Solera greift lose auf Schillers Drama „Die Jungfrau von Orleans“ zurück, straffte dessen fünf Akte und 27 Figuren jedoch auf eine Handvoll Personen und veränderte den Schluss.
Handlung
Die junge Giovanna führt die französischen Truppen unter König Carlo VII. zum Sieg über die Engländer bei Orléans. Zwischen religiöser Berufung und ihrer Liebe zum König zerrissen, wird sie von ihrem eigenen Vater Giacomo öffentlich der Hexerei bezichtigt, weil er ihre Liebe für einen Teufelspakt hält. Erst am Ende erkennt er seinen Irrtum, und Giovanna stirbt im Kampf, als Heilige gefeiert.
Kulturelle Bedeutung
Die Kritik reagierte auf die Uraufführung verhalten, während das Publikum begeistert war. Bis heute hat sich Giovanna d'Arco nicht im Kernrepertoire durchgesetzt, erlebte aber in jüngerer Zeit dank prominenter Sopranistinnen, die sich für die Titelpartie einsetzten, vermehrt Neuinszenierungen.
