Gernot
—
0 Bewertungen

Gernot

Eugen d’Albert
Oper · 1897

Über das Werk

Eugen d’Albert komponierte mit „Gernot“ eine Oper in drei Aufzügen nach dem Libretto von Gustav Kastropp, die wie ihre Vorgängerin „Ghismonda“ (1895) stark von Richard Wagner geprägt ist. Die Uraufführung fand am 11. April 1897 am Hoftheater Mannheim statt.

Handlung

Am Bodensee, vor den Römerkriegen, hat der düstere Sueben-König Gernot den Thron durch den Mord an König Wulf an sich gerissen und sich in die schöne, bei ihrem blinden Vater und ihrem vermeintlichen Bruder Marbod in den Bergen aufgewachsene Helma verliebt. Auf der Suche nach ihr wird Gernot im Wald von Feen aufgehalten, die ihn necken und einnebeln; ihre Königin bietet ihm in einer Kristallgrotte ihre Liebe an, doch Gernot weist sie ab, da ihn die Sehnsucht zu einer irdischen Frau treibt. Als er Helma findet, erkennen beide einander als die lange Gesuchte, und Gernot hält um ihre Hand an.

Kulturelle Bedeutung

Die Rolle der Waltrudis in der Uraufführung sang die junge Hermine Finck, die später zu einer der bekannten Wagner-Interpretinnen ihrer Generation wurde; musikalisch steht „Gernot“ noch deutlich im Schatten von Wagners Musikdramen, bevor d’Albert mit „Tiefland“ zu einem eigenen Stil fand.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Home
Entdecken
Freunde
Profil