Über das Werk
Gasparone ist eine Operette in drei Akten von Carl Millöcker nach einem Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée. Die Uraufführung fand am 26. Januar 1884 im Theater an der Wien statt. Die Titelfigur, ein berüchtigter, nie auf der Bühne erscheinender Bandit, ist von dem realen italienischen Räuber Antonio Gasbarrone (1793–1882) inspiriert.
Handlung
Um 1820 reist Graf Erminio Saluzzo nach Sizilien, um am Ätna zu forschen, und verliebt sich in die verwitwete Gräfin Carlotta. Der Schmuggler Benozzo lenkt mit Gerüchten über den Banditen Gasparone von seinen eigenen Geschäften ab, während der tölpelhafte Bürgermeister Nasoni Erminio für den Banditen hält und Carlotta mit seinem Sohn Sindulfo verheiraten will, um an ihr Erbe zu kommen. Erminio inszeniert eine Entführung Carlottas, um sie zu „retten“, lässt Sindulfo zum Schein entführen und beraubt Carlotta selbst unter der Maske Gasparones, ehe er sich als Sohn des Innenministers zu erkennen gibt und ihr Vermögen zurückgibt.
Kulturelle Bedeutung
Jahrzehntelang wurden nur stark überarbeitete Fassungen von Gasparone gespielt, bis der Dirigent Hans-Dieter Roser 1973 für das Staatstheater Kassel die Originalpartitur rekonstruierte.
