Über das Werk
Fierrabras ist eine heroisch-romantische Oper in drei Akten von Franz Schubert nach einem Libretto von Josef Kupelwieser, das den Karlssagenstoff um den bekehrten maurischen Ritter Fierrabras aufgreift. Schubert komponierte die Partitur zwischen Mai und Oktober 1823 im Auftrag des Wiener Kärntnertortheaters, doch die geplante Aufführung platzte, als das Haus nach dem Misserfolg von Webers „Euryanthe“ seine Opernpläne änderte. Schubert erlebte keine einzige Aufführung des Werks; die Uraufführung folgte erst am 9. Februar 1897 in Karlsruhe unter Felix Mottl, stark gekürzt und in einer Textbearbeitung von Otto Neitzel.
Handlung
Der maurische Ritter Fierrabras liebt Emma, die Tochter Karls des Großen, gerät durch den Krieg zwischen Franken und Mauren aber zwischen die Fronten. Nach Gefangenschaft, Verdächtigungen und Bewährungsproben löst sich der Konflikt: Fierrabras rettet die Franken, bekennt sich zum Christentum und wird in Karls Ritterkreis aufgenommen, sodass der Verbindung mit Emma nichts mehr im Weg steht.
Kulturelle Bedeutung
Als Höhepunkt von Schuberts Opernambitionen gilt Fierrabras heute als Schlüsselwerk seiner Wiederentdeckung: Claudio Abbados Produktion 1988 am Theater an der Wien brachte erstmals nahezu die gesamte Musik zu Gehör, es folgten Inszenierungen unter anderem bei den Salzburger Festspielen 2014 und an der Mailänder Scala 2022.