Über das Werk
Tragédie lyrique in drei Akten von Gaspare Spontini nach einem Libretto von Étienne de Jouy und Joseph-Alphonse Esménard, uraufgeführt am 28. November 1809 an der Pariser Oper. Napoleon soll den Stoff selbst angeregt haben; die Oper diente als musikalische Propaganda für den französischen Feldzug in Spanien.
Handlung
Der spanische Feldherr Hernán Cortés hält seine meuternden Truppen durch die Verbrennung der eigenen Schiffe von der Rückkehr ab und befreit seinen in aztekischer Gefangenschaft festgehaltenen Bruder Álvaro. Zugleich liebt er die Aztekenprinzessin Amazily; im Finale kann er sie im letzten Moment vor der Opferung in einem Tempel retten, worauf beide heiraten.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung war für ihre pompöse Ausstattung berüchtigt, unter anderem traten 17 lebende Pferde auf der Bühne auf, während Kritiker die für die Zeit gewagte Harmonik bemängelten. Mit ihren Massenszenen und dem historischen Sujet gilt die Oper als Wegbereiterin der französischen Grand opéra und wurde unter anderem von Hector Berlioz bewundert.
