Über das Werk
"Feramors" ist eine lyrische Oper in drei Akten von Anton Rubinstein nach einem deutschen Libretto von Julius Rodenberg, das auf einer Episode aus Thomas Moores Versdichtung "Lalla Rookh" (1817) beruht. Die Uraufführung am Königlich-Sächsischen Hoftheater in Dresden fand am 24. Februar 1863 statt; der Klavierauszug erschien beim Leipziger Verlag Bartolf Senff.
Handlung
Die Mogulprinzessin Lalla Rookh reist von Delhi zu ihrer arrangierten Hochzeit mit dem König von Buchara und wird unterwegs von einem verschleierten Sänger namens Feramors mit seinen Liedern unterhalten, in den sie sich verliebt. Erst am Ziel enthüllt sich, dass Feramors in Wahrheit der König selbst ist.
Kulturelle Bedeutung
Nach Dresden wurde "Feramors" rasch an weiteren Bühnen nachgespielt, unter anderem in Wien (1872), Mailand (1874), Berlin (1879) und Danzig (1880). Bis heute bekannter als die Oper selbst sind ihre Orchesterstücke – die beiden Bajaderentänze, der Lichtertanz der Bräute von Kaschmir und der Hochzeitszug –, die als eigenständige Konzertnummern im Repertoire blieben.
