Über das Werk
Erstlingswerk Marieluise Fleißers, ein Schauspiel in sechs Bildern, das sie mit 22 Jahren unter dem Titel „Die Fußwaschung" verfasste. Auf Empfehlung Bertolt Brechts, den sie über Lion Feuchtwanger kennengelernt hatte, wurde es umbenannt und am 25. April 1926 in einer einzigen Matinee an der Jungen Bühne des Deutschen Theaters Berlin uraufgeführt, Regie Paul Bildt.
Handlung
Unter katholischen Gymnasiasten der Kleinstadt Ingolstadt wird die schwangere Olga von ihrem Freund Peps verlassen. Der Außenseiter Roelle versucht, sich ihre Notlage zunutze zu machen, wird dafür jedoch von der Clique verhöhnt; am Ende stehen beide als Geächtete da.
Kulturelle Bedeutung
Kritiker wie Alfred Kerr und Herbert Ihering lobten das Stück nach der Uraufführung; danach geriet es rund 45 Jahre in Vergessenheit und wurde erst in den 1970er Jahren, unter anderem durch Rainer Werner Fassbinder, wiederentdeckt.