Über das Werk
Fanny und Alexander geht auf Ingmar Bergmans 1982 entstandenes Filmwerk "Fanny och Alexander" zurück, ein halbautobiografisches Familienepos, das Bergman selbst als Abschied vom Kino plante. Für die Bühne liegen mehrere Fassungen vor; die Inszenierung am Düsseldorfer Schauspielhaus von Thorleifur Örn Arnarsson (deutsche Übersetzung Renate Bleibtreu, Premiere 19. September 2026) verwebt Bergmans Familiengeschichte mit Shakespeare-Szenen.
Handlung
Die Geschwister Fanny und Alexander wachsen um 1900 in einer wohlhabenden Theaterfamilie in Uppsala auf. Nach dem Tod des Vaters heiratet die Mutter einen strengen, asketischen Bischof, in dessen kargem Haushalt die Kinder engen, freudlosen Regeln unterworfen werden. Der junge Alexander begegnet der neuen Härte mit Fantasie und Erzählungen, in denen sich Wirklichkeit und Einbildung zunehmend vermischen.
Kulturelle Bedeutung
Der Kinofilm gewann 1984 vier Oscars, darunter den für den besten fremdsprachigen Film, und gilt als eines der Hauptwerke im Spätwerk Bergmans. Der Stoff wird international immer wieder für die Bühne adaptiert, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus.
