Über das Werk
„Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ ist Sibylle Bergs 1997 erschienener erster Roman, mit dem sie überregional bekannt wurde. Stephan Bruckmeier bearbeitete den Stoff für die Bühne; diese Fassung wurde am 14. Juli 1999 am Theater Rampe in Stuttgart unter der Regie von Eva Hosemann uraufgeführt.
Handlung
In 88 knappen, collagenhaften Kapiteln wechselt der Roman zwischen den Perspektiven von acht Hauptfiguren aus drei Generationen – Ruth, Karl, Helge, Vera, Pit, Bettina, Tom und Nora, dazu einige weitere Männer. Sie suchen in wechselnden Beziehungen und Zufallsbegegnungen nach Glück und Nähe, scheitern aber fast durchweg an Einsamkeit, Selbstbezogenheit und gegenseitigem Unverständnis; am Ende sind bis auf Vera alle Figuren auf teils groteske Weise gestorben.
Kulturelle Bedeutung
Mit diesem Debüt etablierte sich Berg als schonungslose, pointierte Beobachterin der Spaß- und Beziehungsunfähigkeitskultur der 1990er-Jahre; die fragmentierte Erzählweise und der lakonisch-schwarze Humor wurden zu Markenzeichen ihres weiteren Werks. Bruckmeiers Bühnenfassung wird bis heute an Stadt- und Amateurtheatern nachgespielt.