Über das Werk
"Ein Mann seiner Klasse" ist ein autobiografischer Roman des deutschen Journalisten und Schriftstellers Christian Baron, der 2020 bei Claassen erschien. Ausgangspunkt war ein 2019 veröffentlichter Essay über die Gewalt seines Vaters. 2023 brachte das Pfalztheater Kaiserslautern, Barons Heimatbühne, eine Bühnenfassung des Stoffs auf seine Werkstattbühne.
Handlung
Der Erzähler wächst in den 1990er-Jahren in einer armen Kaiserslauterer Familie auf, deren Alltag von der Gewalt des trinkenden Vaters und der Erschöpfung der depressiven Mutter geprägt ist. Zwischen Zärtlichkeit und Bedrohung schildert er, wie Armut den familiären Zusammenhalt zugleich stiftet und zerstört, und wie er sich als Jugendlicher über Bildung aus diesen Verhältnissen löst.
Kulturelle Bedeutung
Der Roman wurde 2020 mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und 2021 mit dem Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" der noon-Stiftung ausgezeichnet und gilt als vielbeachteter Beitrag zur deutschen Debatte über Klassenherkunft und Armut. 2024 entstand eine Fernsehverfilmung.