Über das Werk
Briefdrama des französischen Dramatikers Christian Palustran in 33 Briefen, uraufgeführt 1988 im Caveau de la Roëlle in Nancy unter der Regie von Patrick Schoenstein. Palustran stellte sich damit die Aufgabe, ein Drama zu schreiben, das ausschließlich aus Briefen besteht und dennoch Spannung und emotionale Entwicklung trägt.
Handlung
Eine anonyme Schülerin, die sich nur "X" nennt, schreibt ihrer Mathematiklehrerin einen Brief mit einer Frage zur Unendlichkeit und bittet sie, die Antwort verdeckt in den korrigierten Hausaufgaben zurückzugeben. Aus der zunächst zögerlichen Korrespondenz entwickelt sich über ein Schuljahr hinweg eine immer engere, konfliktreiche Beziehung zwischen den beiden, die schließlich auch Eltern und Schulleitung auf den Plan ruft.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück wurde als "Kriminalrätsel in Briefform" beschrieben und seither in mehrere Sprachen übersetzt sowie unter anderem in Belgien, Spanien, Rumänien und den USA aufgeführt, etwa 2002 beim New York International Fringe Festival. Es zählt zu Palustrans meistgespielten Werken für junges Publikum.