Über das Werk
„Drei Schwestern“ ist eine Oper von Péter Eötvös nach Anton Tschechows gleichnamigem Drama; das russischsprachige Libretto schrieb Eötvös zusammen mit Claus H. Henneberg, übertragen von Krzysztof Wiernicki. Die Uraufführung leitete Kent Nagano am 13. März 1998 an der Opéra de Lyon, inszeniert von dem japanischen Choreografen Ushio Amagatsu.
Handlung
Die Handlung folgt den Geschwistern Olga, Mascha, Irina und Andrei, die seit elf Jahren in einer russischen Provinzstadt leben und sich nach Moskau zurücksehnen. Ein Prolog und drei Sequenzen zeigen dieselben Ereignisse aus wechselnder Perspektive und verdichten sich zu Maschas Affäre mit Werschinin und dem tödlichen Duell zwischen Tusenbach und Soljony, das Irinas Hoffnungen zerstört.
Kulturelle Bedeutung
Eötvös besetzte alle Frauenrollen mit Countertenören und ließ sich vom japanischen Kabuki-Theater inspirieren, um Distanz zum realistischen Vorbild zu schaffen. Die Fachpresse wählte „Drei Schwestern“ 1998 zum wichtigsten neuen Werk des Jahres; seither wurde die Oper unter anderem in Wien, Frankfurt und Buenos Aires nachgespielt.
