Don Sanche ou Le château d’amour
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Don Sanche ou Le château d’amour

Franz Liszt
Oper · 1825

Über das Werk

Don Sanche ist die einzige vollendete Oper Franz Liszts, die er im Alter von 13 Jahren nach einem Libretto von Emmanuel Théaulon und de Rancé komponierte. Die Vorlage geht auf eine Erzählung von Jean-Pierre Claris de Florian zurück. Die einaktige Oper wurde am 17. Oktober 1825 an der Pariser Opéra (Salle Le Peletier) unter der Leitung von Rodolphe Kreutzer uraufgeführt.

Handlung

Der Ritter Don Sanche liebt die Prinzessin Elzire, die seine Gefühle nicht erwidert. Der Zauberer Alidor hat ein Schloss errichtet, das nur liebende Paare betreten dürfen, und lenkt Elzire mit einem Unwetter dorthin. Um ihre Liebe zu prüfen, inszeniert er einen Kampf, in dem Don Sanche scheinbar tödlich verwundet wird; erst dieser Anblick lässt Elzires Herz sich wenden, sodass beide gemeinsam das Schloss betreten dürfen.

Kulturelle Bedeutung

Nach nur vier Aufführungen verschwand die Oper für Jahrzehnte von den Spielplänen; die Partitur galt zeitweise als verloren, bis sie der Musikforscher Jean Chantavoine 1903 in der Bibliothek der Opéra Garnier wiederfand. Die erste szenische Wiederaufführung der Neuzeit fand erst 1977 in London statt; anlässlich des Liszt-Jahres 2011 erlebte das Werk eine weitere Renaissance.

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