Über das Werk
Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho ist eine einaktige komische Serenata (Singspiel) von Georg Philipp Telemann nach einem Libretto des damals 18-jährigen Hamburger Studenten Daniel Schiebeler, das die Hochzeitsszene aus dem 20. Kapitel des zweiten Bands von Cervantes' „Don Quijote" vertont. Die Uraufführung war am 5. November 1761 im Konzertsaal auf dem Kamp in Hamburg; erst 2002 kam das Werk in Magdeburg erstmals seit rund 250 Jahren szenisch auf die Bühne.
Handlung
Don Quichotte und sein Knappe Sancho Pansa geraten in die ländliche Hochzeitsfeier des reichen Bauern Comacho, der die schöne Quiteria heiraten will, obwohl diese den armen Basilio liebt. Ritter und Knappe mischen sich mit komischem Eifer in die Feierlichkeiten ein.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk verbindet volkstümliche Klangfarben mit formaler Opernkonvention und zählt zu Telemanns letzten Bühnenwerken; seine erneute szenische Aufführung in Magdeburg ab 2002 machte es auch für Schulprojekte nutzbar.