Über das Werk
Divertimento teatrale in zwei Teilen von Antonio Salieri auf ein Libretto von Giovanni Gastone Boccherini nach Miguel de Cervantes' Roman „Don Quijote“, uraufgeführt am 6. Januar 1771 im Wiener Burgtheater. Salieri und Boccherini verbanden dafür Opera buffa und Ballett zu einer damals ungewöhnlichen Mischform; die Tanzszenen choreografierte Jean-Georges Noverre.
Handlung
Bei der Hochzeit des reichen Bauern Gamace gerät der fahrende Ritter Don Chisciotte gemeinsam mit seinem Knappen Sancio Pancia mitten in das Fest. Zwischen Tafelfreuden, Tanzeinlagen und den Wahnvorstellungen des Ritters entfaltet sich ein komisches Spiel um Liebe, Standesdünkel und die Diskrepanz zwischen Chisciottes ritterlichen Idealen und der derben Wirklichkeit der Landbevölkerung.
Kulturelle Bedeutung
Die Verbindung von gesungener Opera buffa und eigenständigem Ballett innerhalb eines Werks blieb ein Einzelfall: Auf der Wiener Bühne blieben Oper und Ballett danach noch lange getrennte Gattungen. Salieri griff die Ouvertüre später für das Vorspiel seiner 1795 uraufgeführten Oper „Il mondo alla rovescia“ wieder auf.