Über das Werk
Fünfaktiges Drama in Prosa und Vers des spanischen Dichters und Politikers Ángel de Saavedra, Herzog von Rivas, uraufgeführt am 22. März 1835 im Teatro del Príncipe in Madrid. Rivas hatte 1832 im französischen Exil in Tours eine erste Prosafassung verfasst; nach Verlust des Manuskripts schrieb er das Stück neu, nun in einer für die spanische Bühne ungewöhnlichen Mischung aus Prosa und Vers. Die Premiere gilt als Durchbruch der literarischen Romantik im spanischen Theater.
Handlung
Der reiche, aus unbekannter Herkunft stammende Don Álvaro liebt die Adelstochter Doña Leonor, deren Vater, der Marqués de Calatrava, die Verbindung ablehnt. Bei der versuchten Flucht der Liebenden löst sich versehentlich ein Schuss aus Álvaros Pistole und tötet den Marqués; die beiden werden getrennt, Leonor zieht sich als Einsiedlerin zurück, Álvaro geht zum Militär. Über Jahre verfolgen Leonors Brüder ihn aus Rache, bis am Ende beide Brüder und Leonor tot sind und Álvaro sich von einem Felsen stürzt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück löste das spanische Theater aus der klassizistischen Enge und gilt neben Victor Hugos „Hernani" als Schlüsselwerk der europäischen Theaterromantik. 1862 machte Giuseppe Verdi den Stoff als Oper „La forza del destino" weltberühmt.
