Über das Werk
Opéra comique in drei Akten von Giacomo Meyerbeer nach einem Libretto von Jules Barbier und Michel Carré, uraufgeführt am 4. April 1859 an der Opéra-Comique in Paris. Das Werk spielt in der Bretagne und verknüpft eine Liebesgeschichte mit dem Aberglauben um den „Pardon“, eine bretonische Bittwallfahrt.
Handlung
Die junge Dinorah wird an ihrem Hochzeitstag von ihrem Verlobten Hoël verlassen, der einem angeblich verwunschenen Schatz nachjagt, und verliert daraufhin den Verstand; begleitet von ihrer Ziege Bellah wandert sie seither durch die Landschaft. Auf der Suche nach dem Schatz gerät Hoël gemeinsam mit dem Dudelsackspieler Corentin in einen Sturm, in dem Dinorah beinahe in einem Fluss ertrinkt. Die Rettung durch Hoël lässt ihn seine Verlassenheit bereuen und Dinorah allmählich zu Verstand kommen.
Kulturelle Bedeutung
Berühmt wurde vor allem Dinorahs virtuose Koloraturarie „Ombre légère“ im zweiten Akt, die bis heute als Prüfstein für Sopranistinnen gilt. Mit dieser leichteren Opéra comique neben seinen groß angelegten Grand opéras bewies Meyerbeer seine stilistische Bandbreite.
