Über das Werk
Die Zwillingsbrüder ist eine 1819 komponierte „Posse mit Gesang“ in einem Akt von Franz Schubert nach einem Libretto von Georg von Hofmann, das auf dem französischen Vaudeville „Les deux Valentin“ von Désaugiers und Gentil de Chavagnac beruht. Das Werk entstand als Auftragskomposition für das Wiener Kärntnertortheater und wurde dort am 14. Juni 1820 uraufgeführt.
Handlung
Der Bauer Franz Spieß hat dem Vater Lieschens ein Eheversprechen abgenommen, sofern er bis zu ihrem 18. Geburtstag mit einer Mitgift zurückkehrt. Als ausgerechnet an diesem Tag Franz' totgeglaubter Zwillingsbruder auftaucht, sorgt die Verwechslung der beiden für turbulentes Durcheinander, bis sich am Ende alles klärt und Lieschen ihren eigentlich Geliebten, Anton, heiraten darf.
Kulturelle Bedeutung
Anders als die meisten Opern Schuberts wurde Die Zwillingsbrüder noch zu Lebzeiten des Komponisten aufgeführt; nach der Uraufführung 1820 geriet das Werk jedoch bald in Vergessenheit, und Kritiker sahen seither vor allem ein Missverhältnis zwischen dem eher seichten Verwechslungsstoff und Schuberts kunstvoller Musik.