Über das Werk
Die Zwillinge ist ein Trauerspiel von Friedrich Maximilian Klinger, mit dem er 1775 den von der Schauspielerin Sophie Charlotte Ackermann und ihrem Sohn Friedrich Ludwig Schröder ausgeschriebenen Hamburger Dramenwettbewerb gewann. Die Uraufführung fand am 23. Februar 1776 in Hamburg statt, im selben Jahr erschien das Stück im Druck.
Handlung
Der jüngere Zwillingsbruder Guelfo fühlt sich gegenüber dem bevorzugten Ferdinando zurückgesetzt und entwickelt daraus wachsende Rachegedanken, die sich auch gegen Ferdinandos Braut Kamilla richten. Der Konflikt eskaliert, bis Guelfo seinen Bruder während eines Ausritts erschlägt. Der Vater verflucht den Täter und tötet ihn mit eigener Hand.
Kulturelle Bedeutung
Mit seiner Erbrivalität und dem Vater-Sohn-Konflikt gehört das Stück neben Werken von Jakob Michael Reinhold Lenz und dem jungen Goethe zu den zentralen Dramen des Sturm und Drang. Klingers unterlegener Mitbewerber im selben Wettbewerb, Johann Anton Leisewitz, behandelte mit „Julius von Tarent“ denselben Stoff eines Bruderkonflikts.