Über das Werk
Komische Oper in drei Akten von Ermanno Wolf-Ferrari, das Libretto von Giuseppe Pizzolato und Luigi Sugana nach Carlo Goldonis Lustspiel „I rusteghi“ (1760), im venezianischen Dialekt verfasst (daher „quatro“ statt „quattro“). Die deutsche Fassung wurde am 19. März 1906 am Hoftheater München uraufgeführt, die italienische Erstaufführung folgte erst 1914 in Mailand.
Handlung
Im Venedig des 18. Jahrhunderts halten vier grobe, herrische Ehemänner ihre Frauen von jeder Geselligkeit fern. Lunardo verlobt seine Tochter Lucieta mit Filipeto, dem Sohn seines Freundes Maurizio, ohne dass sich die beiden je gesehen haben. Heimlich verschaffen die Frauen den jungen Leuten während des Karnevals ein Treffen; als der Schwindel auffliegt, sind die Männer außer sich. Erst als Felice ihnen ihre Tyrannei vor Augen führt, lenken sie ein, und das Stück endet mit einer versöhnlichen Verlobungsfeier.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk gehört zu den drei frühen Münchner Erfolgen, mit denen Wolf-Ferrari international bekannt wurde, und gilt als sein goldonesk geprägtestes Stück – eine Wiederbelebung venezianischer Komödientradition für die Opernbühne des 20. Jahrhunderts.