Über das Werk
Die Verschworenen (auch unter dem Titel „Der häusliche Krieg“ bekannt) ist ein einaktiges Singspiel von Franz Schubert nach einem Libretto von Ignaz Franz Castelli, das die Handlung von Aristophanes' „Lysistrata“ ins Rittertum verlegt. Schubert komponierte das Werk im April 1823; aus Rücksicht auf die Wiener Zensur, der das Wort „Verschwörung“ zu heikel war, war zeitweise der Titel „Der häusliche Krieg“ vorgesehen. Zu Lebzeiten Schuberts kam es nicht zur Aufführung; nach einer konzertanten Erstaufführung in Wien im März 1861 folgte am 29. August 1861 die szenische Uraufführung in Frankfurt am Main.
Handlung
Während die Ritter im Kreuzzug fern der Heimat sind, beschließt die Gräfin mit den übrigen Frauen der Burg, den heimkehrenden Männern die eheliche Zuneigung so lange zu verweigern, bis diese dem Kriegshandwerk abschwören. Aus dem Verdacht heimlicher Untreue der Frauen entspinnt sich ein Verwirrspiel, das sich am Ende in Versöhnung und im Sieg des häuslichen Friedens über den Kriegsgeist auflöst.
Kulturelle Bedeutung
Die auf „Lysistrata“ zurückgehende Handlung wurde von deutsch-amerikanischen Gemeinden in New York während des Bürgerkriegs aufgeführt und dort unterschiedlich gedeutet: als Botschaft für den Frieden, als Bindeglied zur alten Heimat und, unter dem Dirigenten Friedrich Adolf Sorge, sogar als Gleichnis auf die organisierte Arbeiterbewegung.
