Über das Werk
„Die Trümmer der Zivilisation“ (Originaltitel „The Ruins of Civilization“) ist ein dystopisches Kammerspiel der britischen Dramatikerin Penelope Skinner. Die Uraufführung brachte der Manhattan Theatre Club in New York heraus: Nach Voraufführungen ab dem 4. Mai 2016 war die offizielle Premiere am 18. Mai 2016 im Studio at Stage II des New York City Center, Regie führte Leah C. Gardiner. Die deutsche Übersetzung stammt von Katharina Pütter.
Handlung
In einem von der Klimakrise gezeichneten England der Zukunft sind die Grenzen geschlossen, und der Staat belohnt Kinderlosigkeit: Der Schriftsteller Silver und seine Frau Dolores leben dank eines staatlichen Programms abgeschirmt und komfortabel, solange sie keine Kinder bekommen. Als Dolores heimlich eine schwangere Frau von außerhalb bei sich aufnimmt, die als Masseurin arbeitet, gerät die Ehe ins Wanken. Dolores will die Welt nicht retten, aber im Kleinen helfen, und muss erfahren, was diese Entscheidung kostet.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück verbindet Fragen von Klimakatastrophe, Abschottung und staatlicher Geburtenkontrolle mit einem privaten Ehedrama; Skinner nannte die ökologische Bedrohung als Ausgangspunkt. Die New Yorker Kritik würdigte den Stoff, bemängelte bei der Uraufführung aber blass gezeichnete Hauptfiguren und eine vertraut wirkende Dystopie.