Über das Werk
Die Tänzerin Fanny Elßler ist eine postume Operette in drei Akten mit Musik von Johann Strauss (Sohn), die Bernard Grun und Oskar Stalla aus Skizzen und unveröffentlichten Notizen aus Strauss' Nachlass für die Bühne zusammenstellten und bearbeiteten; das Libretto schrieb Hans Adler. Die Uraufführung fand am 22. Dezember 1934 im Deutschen Theater Berlin statt.
Handlung
Die Handlung erzählt frei von der Tänzerin Fanny Elßler, die von Fürst Esterházy verehrt wird, während der Diplomat Friedrich von Gentz sie für seine Politik einzuspannen versucht: Er lockt sie mit dem Versprechen der Primaballerinen-Stellung, um sie gegen die Herrschaftsansprüche des Herzogs von Reichstadt, Napoleons Sohn, einzusetzen. Als Fanny die Intrige durchschaut, setzt sie sich durch und verschafft ihrem Geliebten Fournier eine Versetzung nach Paris statt St. Petersburg.
Kulturelle Bedeutung
Zu den bekanntesten Nummern zählt das Wienerlied „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“; das Werk gehört zu mehreren postumen Strauss-Operetten der Zwischenkriegszeit, die aus nachgelassenem Material kompiliert wurden, und wird bis heute gelegentlich nachgespielt.