Die Puppenfee
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Die Puppenfee

Josef Bayer
Ballett · 1888

Über das Werk

Die Puppenfee ist ein einaktiges Ballett in zwei Bildern von Josef Bayer nach einem Libretto und in der Choreografie von Josef Hassreiter, gemeinsam mit Franz Xaver Gaul verfasst. Eine private Vorfassung unter dem Titel „Im Puppenladen" wurde bereits im April 1888 im Palais Liechtenstein gezeigt, die eigentliche Uraufführung folgte am 4. Oktober 1888 am k. k. Hofoperntheater in Wien. Für die Rahmenhandlung eines nachts lebendig werdenden Puppenladens griff Hassreiter auf Motive aus E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann" zurück.

Handlung

Tagsüber kauft eine englische Familie in einem Wiener Puppenladen kunstvoll gekleidete Trachtenpuppen, darunter die titelgebende Puppenfee. Nach Ladenschluss erwacht die Puppenfee zum Leben, weckt mit einem Schwenk ihres Zauberstabs die übrigen Puppen und lässt sie zu ausgelassenen Tänzen antreten.

Kulturelle Bedeutung

Die Puppenfee wurde zu einem der meistgespielten Ballette im deutschsprachigen Raum und erreichte an der Wiener Staatsoper in Hassreiters Originalfassung bis 1999 mehr als 800 Aufführungen. Ein daraus entwickeltes Pas de trois der Puppenfee, das Riccardo Drigo 1903 für das Mariinski-Theater bearbeitete, wird bis heute unabhängig vom Gesamtwerk bei Galaabenden getanzt.

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