Über das Werk
Die Nibelungen ist ein dreiteiliges Trauerspiel von Friedrich Hebbel nach dem mittelalterlichen Nibelungenlied, entstanden zwischen 1850 und 1860. Es umfasst das einaktige Vorspiel „Der gehörnte Siegfried“ sowie die fünfaktigen Trauerspiele „Siegfrieds Tod“ und „Kriemhilds Rache“ und wurde am 31. Januar sowie am 16./18. Mai 1861 am Großherzoglichen Hoftheater Weimar unter Intendant Franz von Dingelstedt uraufgeführt.
Handlung
Der Drachentöter Siegfried kommt an den Hof der Burgunden in Worms, besiegt dort im Wettkampf König Gunther und verliebt sich in dessen Schwester Kriemhild; im Gegenzug hilft er Gunther, mit List die isländische Königin Brünhild als Frau zu gewinnen. Als Brünhild den Betrug entdeckt, verlangt sie Siegfrieds Tod, und Hagen erschlägt ihn während einer Jagd durch einen Stich in seine einzige verwundbare Stelle zwischen den Schultern. Jahre später heiratet die um Rache sinnende Kriemhild König Etzel und lockt die Burgunden an dessen Hof, wo sie im Kampf gegen Hagen und Gunther ein Blutbad anrichtet und am Ende selbst getötet wird.
Kulturelle Bedeutung
Die Trilogie zählt zu den meistbeachteten Bühnenbearbeitungen des Nibelungenstoffs und verbindet die mittelalterliche Überlieferung mit einer psychologisch ausgearbeiteten Figurenzeichnung. Hebbel erhielt für das Werk 1863 den Schiller-Preis.