Über das Werk
Tragödie des Euripides, vermutlich um 423 v. Chr. uraufgeführt. Unter dem Titel „Die Hilfeflehenden“ wird das Stück auch im deutschsprachigen Theaterbetrieb vertrieben, etwa durch den henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin in der Übersetzung von Dietrich Ebener.
Handlung
Nach der gescheiterten Belagerung Thebens durch die „Sieben gegen Theben“ verweigert Theben die Bestattung der gefallenen argivischen Krieger. Die Mütter der Toten bitten gemeinsam mit Aithra, der Mutter des athenischen Königs Theseus, um Hilfe; Theseus erzwingt nach einer Grundsatzdebatte über Demokratie und Tyrannei im Kampf gegen Theben die Herausgabe der Leichen. Euadne, die Witwe des gefallenen Kapaneus, stürzt sich am Ende in dessen Scheiterhaufen.
Kulturelle Bedeutung
Die Debatte zwischen Theseus und dem thebanischen Herold über die athenische Demokratie gilt als eine der explizitesten politischen Stellungnahmen der erhaltenen griechischen Tragödie und spiegelt das athenische Selbstverständnis im Peloponnesischen Krieg.
