Über das Werk
Drama in drei Akten von Miroslav Krleža, entstanden 1926–1928 und 1928 erstmals im Druck erschienen; die Uraufführung fand am 14. Februar 1929 am Kroatischen Nationaltheater Zagreb unter der Regie von Alfons Verli statt. Das Stück bildet den mittleren Teil von Krležas Glembay-Zyklus über den Niedergang einer großbürgerlichen Zagreber Bankiersfamilie.
Handlung
In der Nacht nach einem Festessen zum Jubiläum des Familienunternehmens kehrt der Maler Leone nach elf Jahren in das Haus seines Vaters Ignjat Glembay zurück. Mit schonungsloser Offenheit rechnet er mit den Lügen, Affären und Geschäften mehrerer Generationen der Familie ab. Der Streit mit dem Vater eskaliert, und nach dessen Tod in derselben Nacht greift Leone im Affekt zur Schere gegen die Stiefmutter Charlotte.
Kulturelle Bedeutung
Mit inzwischen über 60 Inszenierungen zählt „Die Glembays" zu den meistgespielten Stücken der kroatischen Bühnenliteratur; die Figur des Leone gilt als eine der prägendsten Gestalten des südslawischen Theaters. Das Drama etablierte den Glembay-Stoff, den Krleža in weiteren Werken fortführte.