Über das Werk
Die Freunde von Salamanka ist ein zweiaktiges Singspiel von Franz Schubert nach einem Libretto seines Freundes Johann Mayrhofer – der Beginn ihrer langjährigen künstlerischen Zusammenarbeit. Schubert komponierte das Werk 1815 im Alter von achtzehn Jahren; da Mayrhofers gesprochene Dialoge verloren gingen, blieb es zu Lebzeiten unaufgeführt und erlebte seine Uraufführung erst am 6. Mai 1928 im Opernhaus Halle, in einer neu geschriebenen Textfassung.
Handlung
In Salamanca inszenieren die drei Freunde Alonso, Diego und Fidelio einen vorgetäuschten Raubüberfall, damit Alonso der reichen Gräfin Olivia als Retter näherkommen kann. Der Plan gelingt: Alonso gewinnt Olivias Herz, während sich Diego in ihre Zofe Laura und Fidelio in Eusebia verlieben. Nach Alonsos Geständnis verzeiht ihm Olivia, und am Ende finden alle drei Paare zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Weil das originale Textbuch nicht überliefert ist, gilt Die Freunde von Salamanka bis heute als eines der am schwersten zugänglichen Bühnenwerke Schuberts; die vollständig erhaltene Musik – Ouvertüre und achtzehn Nummern – wird gleichwohl als eine der reifsten Partituren des jungen Komponisten geschätzt.
