Über das Werk
Die Frau Meisterin ist eine komische Zauberoperette in drei Akten von Franz von Suppé nach einem Libretto von Karl Costa. Sie wurde am 20. Januar 1868 im Wiener Carltheater uraufgeführt und war Suppés erste abendfüllende Operette, acht Jahre vor „Fatinitza“.
Handlung
Der Zauberer Pierre lässt die sanfte Columba und die herrschsüchtige Leontine per Zauber die Rollen tauschen, sodass jede fortan in Stand und Ehe der anderen leben muss. Die vertauschten Lebenswege zwingen beide Frauen zur Selbsterkenntnis, bis sich am Ende alles zum Guten wendet.
Kulturelle Bedeutung
Die Doppelrolle der beiden gegensätzlichen Frauenfiguren galt als Paraderolle für die Wiener Volksschauspielerin Josefine Gallmeyer. Die Kritik war geteilt: Manche nannten das Libretto ein „geschmackloses Zauberlustspiel“, andere hielten es für „vernünftiger und amüsanter als ein Dutzend beliebter Operetten“.