Über das Werk
Musiktheaterwerk von Wolfgang Rihm nach eigenem Libretto, das Antonin Artauds Szenenentwurf „Die Eroberung von Mexico“ (1932/33) mit Passagen aus dessen Theatermanifesten und einem Gedicht von Octavio Paz verbindet. Rihm arbeitete von 1987 bis 1991 an der Partitur; die Uraufführung fand am 9. Februar 1992 an der Hamburgischen Staatsoper statt.
Handlung
Statt eines Geschichtsdramas zeigt das Werk die Begegnung zwischen dem spanischen Eroberer Cortez und dem aztekischen Herrscher Montezuma als rituelle Konfrontation zweier Weltbilder – Handeln gegen Erdulden – in collagierten Bildern. Erst im Sterben durchläuft Montezuma eine innere Verwandlung.
Kulturelle Bedeutung
Rihm bevorzugte für das Werk zunächst den Begriff „Musiktheater“ statt „Oper“, da er ihm umfassender erschien. Trotz seiner Radikalität gehört „Die Eroberung von Mexico“ zu den meistgespielten zeitgenössischen Musiktheaterwerken, mit Produktionen unter anderem in Köln, Madrid, Frankfurt und 2015 bei den Salzburger Festspielen.