Die Brücke von Mostar
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Die Brücke von Mostar

Igor Memic
Theater · 2021
DramaZeitgenossen

Über das Werk

„Die Brücke von Mostar“ ist die deutsche Fassung von „Old Bridge“, dem ersten abendfüllenden Stück des britisch-bosnischen Dramatikers Igor Memic, übertragen von John Birke. Der Text gewann 2020 den Papatango New Writing Prize; die Papatango Theatre Company zeigte die Uraufführung in der Regie von Selma Dimitrijevic ab dem 21. Oktober 2021 am Londoner Bush Theatre. Die deutschsprachige Erstaufführung inszenierte Anne Bader am 15. September 2023 am Theater Oberhausen.

Handlung

Als ältere Frau erinnert sich Emina an den Sommer 1988 in Mostar, als sie noch Mina hieß und mit ihren Freund:innen zusah, wie junge Männer von der osmanischen Alten Brücke in die Neretva sprangen. Milis erster Sprung geht schief, bringt ihm aber ein Treffen mit Mina ein; die beiden werden ein Paar und sind mit Leila und Sasha über religiöse Grenzen hinweg befreundet. Mit dem Kriegsbeginn 1992 zerbricht diese Welt: Vorräte werden knapp, Vertrautheit schlägt in Feindseligkeit um, und am Ende wird auch die Brücke zerstört, die den muslimisch und den katholisch geprägten Teil Mostars verband.

Kulturelle Bedeutung

„Old Bridge“ erhielt 2022 den Olivier Award für herausragende Leistungen an einem Affiliate Theatre, und Memic wurde im selben Jahr bei den Critics' Circle Theatre Awards (gemeinsam mit Zadie Smith) und den Off West End Awards als vielversprechendster Nachwuchsdramatiker ausgezeichnet. Nach Oberhausen kam das Stück auch an anderen deutschen Bühnen heraus, etwa am Stadttheater Gießen und an der Vaganten Bühne Berlin mit Studierenden der Universität der Künste.

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