Über das Werk
Die Braut von Korea ist ein Ballett in vier Akten und neun Bildern von Josef Bayer nach einem Libretto von Heinrich Regel, choreografiert von Josef Hassreiter. Die Uraufführung fand am 22. Mai 1897 am k. k. Hofoperntheater in Wien statt, wenige Jahre nach dem Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg, vor dessen Hintergrund die Handlung spielt.
Handlung
Der Prinz von Korea verliebt sich in Daisha, die Tochter eines Dieners, lässt sich vor einer entscheidenden Schlacht aber von einer Opiumhöhle seine militärischen Aussichten weissagen. Am Hafen heiratet er eine verschleierte Frau, die sich als die verkleidete Daisha entpuppt; japanische Truppen nehmen sie gefangen, doch sie befreit sich und den Prinzen durch eine List, worauf beide zur königlichen Hochzeitsfeier nach Seoul fliehen.
Kulturelle Bedeutung
Die Produktion war für ihre aufwendigen Kostüme und Bühnenbilder bekannt; eine daraus gezogene „Pagoden-Polka" erschien eigenständig als Salonstück beim Berliner Musikverlag Schlesinger. Der Stoff mit seinem exotisierenden Ostasien-Sujet ist bis heute Gegenstand einer eigenen wissenschaftlichen Monografie (2014).