Über das Werk
Die Ahnfrau ist eine fünfaktige Schicksalstragödie und Grillparzers Bühnendebüt. Sie wurde am 31. Januar 1817 am Theater an der Wien uraufgeführt.
Handlung
Graf Zdenkos Tochter Berta liebt den Räuberhauptmann Jaromir, ohne zu wissen, dass er in Wahrheit ihr verloren geglaubter Bruder ist. Als Jaromir im Kampf den Grafen mit jenem sagenumwobenen Dolch tötet, mit dem einst die Ahnfrau des Geschlechts ermordet wurde, erfüllt sich der über der Familie liegende Fluch. Berta und Jaromir sterben, und mit ihnen erlischt die Blutlinie, während die Ahnfrau selbst über den Toten erscheint.
Kulturelle Bedeutung
Das Debütwerk sorgte für kontroverse Reaktionen: Manche Zeitungen lasen es als Ausdruck christlicher Schicksalsergebenheit, andere hielten es für glaubensgefährdend. Das Stück verschwand weitgehend vom Spielplan, kehrte aber 2013 mit einer Neuinszenierung ans Wiener Burgtheater zurück, die ein geteiltes Echo fand.
