Über das Werk
Komische Oper in drei Akten, zu der Albert Lortzing auch das Libretto schrieb, frei nach Friedrich Wilhelm Zieglers Lustspiel „Liebhaber und Nebenbuhler in einer Person“ (1790), in dem Lortzing als Schauspieler oft die Rolle des Grafen Liebenau gespielt hatte. Uraufführung 1846 am Theater an der Wien; die neue Oper diente Lortzing zugleich als Bewerbungsstück für die Kapellmeisterstelle an diesem Haus.
Handlung
Graf von Liebenau verdingt sich unter dem Namen „Konrad“ als Schmiedegeselle beim Waffenschmied Stadinger, um dessen Tochter Marie für sich zu gewinnen und zu prüfen, ob sie ihn um seiner selbst willen liebt. Mit einer vorgetäuschten Entführung, aus der er sie als vermeintlicher Retter befreit, erzwingt er Stadingers Einwilligung zur Hochzeit. Am Ende durchschaut der alte Meister die List, verzeiht sie aber und segnet das Paar.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Erfolg in Wien sicherte sich Lortzing 1846 die Stelle als Kapellmeister am Theater an der Wien. Neben „Zar und Zimmermann“ und „Der Wildschütz“ zählt „Der Waffenschmied“ bis heute zu seinen meistgespielten komischen Opern im deutschsprachigen Raum.
