Über das Werk
Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière schrieben „Le Prénom“ gemeinsam, entwickelten die Handlung zusammen und verfassten die Dialoge dann getrennt, um ihren jeweils eigenen Ton zu wahren. Die Uraufführung fand am 18. September 2010 im Théâtre Édouard VII in Paris unter der Regie von Bernard Murat statt; die deutschsprachige Erstaufführung folgte am 4. November 2011 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in der Bühnenfassung von Georg Holzer.
Handlung
Bei einem geselligen Abendessen in der Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Frau Élisabeth verkündet deren Bruder Vincent den Namen für seinen ungeborenen Sohn: Adolphe. Während Vincent auf Benjamin Constants Romanhelden verweist, denken die anderen sofort an Adolf Hitler, und der Streit um den Namen entlädt lange verschwiegene Wahrheiten in der Runde.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück war ein sofortiger Bühnenerfolg: Die Auslandsrechte verkauften sich innerhalb der ersten Woche, und schon im folgenden Monat sicherten sich Filmproduzenten die Verfilmungsrechte. 2011 und erneut 2019 für den Molière nominiert, wurde der Stoff seither in zahlreiche Sprachen übersetzt und 2018 von Sönke Wortmann als deutscher Kinofilm „Der Vorname“ verfilmt.