Der vierjährige Posten
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Der vierjährige Posten

Franz Schubert
Oper · 1896
Oper

Über das Werk

Der vierjährige Posten ist ein einaktiges Singspiel von Franz Schubert nach einem Libretto von Theodor Körner, das nach einer angeblich wahren Anekdote aus den Napoleonischen Kriegen erzählt. Schubert komponierte die Partitur im Mai 1815 innerhalb von nur elf Tagen – sein erster vollendeter Versuch im deutschen Singspiel. Zu Lebzeiten unaufgeführt, erlebte das Werk erst am 23. September 1896 an der Dresdner Hofoper seine Uraufführung, ein Jahr später gefolgt von einer Wiener Bearbeitung Robert Hirschfelds.

Handlung

Der französische Soldat Heinrich Duval wurde vor vier Jahren beim Rückzug seiner Truppe versehentlich in einem deutschen Grenzdorf zurückgelassen und hat seither die Tochter des Dorfrichters geheiratet. Als die französische Armee zurückkehrt, tritt er, um nicht als Deserteur zu gelten, wieder seinen Wachposten an; erst ein einsichtiger General bewahrt ihn vor der Bestrafung und entlässt ihn endgültig aus dem Militärdienst.

Kulturelle Bedeutung

Das Werk steht in der Tradition der französischen Befreiungsoper nach dem Vorbild Beethovens und verbindet den Sieg der Liebe über den Krieg mit humanistischem Pathos; heute ist es weitgehend vom Spielplan verschwunden und nur durch eine einzige Studioaufnahme von 1998 dokumentiert.

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