Über das Werk
Der Vetter aus Dingsda ist eine Operette in drei Akten von Eduard Künneke nach einem Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven, das auf einem Lustspiel von Max Kempner-Hochstädt beruht. Die Uraufführung fand am 15. April 1921 im Theater am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg statt und wurde zum mit Abstand größten Bühnenerfolg des Komponisten.
Handlung
Die Erbin Julia lebt auf Schloss de Weert unter der Vormundschaft ihres Onkels Josse, der sie mit seinem Neffen August verheiraten will, um das Erbe in der Familie zu halten. Seit sieben Jahren wartet Julia auf die Rückkehr ihrer Jugendliebe Roderich. Als ein geheimnisvoller Wandergesell auftaucht, verliebt sie sich in ihn, obwohl er gesteht, nicht Roderich zu sein. Am Ende erweist sich, dass der echte Roderich sie längst vergessen hat – und der Wanderer, in Wahrheit August Kuhbrot, wird ihr Mann.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Lied „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ schuf Künneke einen der bekanntesten Operettenschlager der 1920er Jahre; das Werk zählt bis heute zu den meistgespielten deutschen Operetten und wurde mehrfach verfilmt.