Der Vampyr
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Der Vampyr

Heinrich August Marschner
Oper · 1828

Über das Werk

Große romantische Oper in zwei Akten von Heinrich Marschner nach dem Libretto von Wilhelm August Wohlbrück, uraufgeführt am 29. März 1828 im Stadttheater Leipzig. Wohlbrück folgte Heinrich Ludwig Ritters Schauspiel „Der Vampyr oder die Todten-Braut“ (1822), das seinerseits auf John Polidoris Erzählung „The Vampyre“ (1819) zurückgeht.

Handlung

Der zum Vampir verdammte Lord Ruthwen muss dem Teufel binnen 24 Stunden drei jungfräuliche Bräute opfern, um sein Leben um ein weiteres Jahr zu verlängern. Nacheinander sucht er sich Janthe und Emmy als Opfer aus, ehe er sich an Malwina heranmacht, die Verlobte seines Freundes Aubry. Während der Trauungszeremonie läuft seine Frist ab, und er wird vom Blitz getroffen in die Hölle gerissen.

Kulturelle Bedeutung

Musikhistorisch wird die Oper zwischen dem Stil Carl Maria von Webers und den ersten Bühnenwerken Richard Wagners verortet, da Marschner die geschlossene Nummernoper zugunsten größerer durchkomponierter Abschnitte auflockert. Das Werk wurde zu Marschners größtem zeitgenössischen Erfolg und blieb bis heute seine meistgespielte Oper; Hans Pfitzner legte 1924 eine Bearbeitung vor.

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