Der Ursprung der Liebe
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Der Ursprung der Liebe

Liv Strömquist
Theater · 2010
Zeitgenossen

Über das Werk

„Der Ursprung der Liebe“ geht auf den feministischen Sachcomic „Prins Charles känsla“ (etwa „Prinz Charles’ Gefühl“) der schwedischen Zeichnerin und Politikwissenschaftlerin Liv Strömquist zurück, der 2010 im Stockholmer Ordfront Förlag erschien. Die deutsche Übersetzung von Katharina Erben veröffentlichte der avant-verlag 2018. Mehrere deutschsprachige Bühnen haben den Comic seither adaptiert, darunter das Landestheater Tübingen in einer Fassung der Schauspielerin Insa Jebens, das Theater Oberhausen und das Staatstheater Nürnberg, wo Sandra Fox und Dominik Günther daraus einen Pop-Abend mit Livemusik machten.

Handlung

Statt einer durchgehenden Handlung bietet der Comic zwölf Kapitel, die Liebe, Sexualität und Paarbeziehungen heterosexueller Menschen in der westlichen Welt auseinandernehmen. Strömquist stellt Mythen wie die der polyamoren Göttin Frigg neben Geschichten realer Paare, von Prinz Charles und Diana bis zu Ronald und Nancy Reagan, und stützt sich auf Soziologie und Psychoanalyse. Sie untersucht Rollenbilder, emotionale Abhängigkeit und den Anspruch, den Partner zu besitzen, etwa in einer ironischen „Männer-Pflege-WM“ der Frauen, die ihre berühmten Ehemänner bis ins Alter umsorgten.

Kulturelle Bedeutung

Die deutsche Ausgabe wurde breit besprochen, unter anderem im Spiegel, in der taz, im Missy Magazine und bei Deutschlandfunk Kultur, und erschien 2018 zusammen mit „Der Ursprung der Welt“ auch als Sammelband. Die Kritik hob besonders hervor, wie Strömquist wissenschaftliche Theorie, Popkultur und banale Alltagsbeispiele mit Humor verbindet; in Skandinavien zählt sie zu den bekanntesten Comicautorinnen und prägenden feministischen Stimmen.

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Staatstheater Nürnberg · Nürnberg
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