Über das Werk
Tragödie in fünf Akten von Alexei Konstantinowitsch Tolstoi, 1863 entstanden, 1866 veröffentlicht und am 12. Januar 1867 am Alexandrinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt – als einziger Teil seiner Zarentrilogie noch zu Lebzeiten des Autors auf der Bühne.
Handlung
Im Zentrum steht der alte, von Wahn und Schuld gezeichnete Zar Iwan IV., der gegen sein eigenes Umfeld intrigiert, während sein Sohn Fedor unter dem Vater leidet. Zwischen Racheakten, dem Verrat einstiger Vertrauter und der Angst vor einer erneuten Gewaltherrschaft ringt der Hof um die Nachfolge. Iwans Tod am Ende der Handlung markiert den Übergang zu einer ungewissen neuen Zarenherrschaft.
Kulturelle Bedeutung
Als einziger Teil der Trilogie, den die Zensur zu Tolstois Lebzeiten passieren ließ, stand das Stück jahrzehntelang stellvertretend für ein Werk, dessen offenere Fortsetzungen „Zar Fedor Iwanowitsch“ und „Zar Boris“ erst nach dem Tod des Autors gespielt werden durften.
