Über das Werk
Der Stier von Olivera ist eine Oper in drei Akten von Eugen d’Albert nach einem Libretto von Richard Batka, das auf einem Drama von Heinrich Lilienfein beruht. D’Albert komponierte das Werk 1915 bis 1917; die Uraufführung fand am 10. März 1918 am Stadttheater Leipzig statt.
Handlung
Im Winter 1808/09, während der napoleonischen Besetzung Spaniens, sind der französische General Guillaume und seine Truppen auf Schloss Olivera einquartiert. Nachdem die Franzosen den für die Corrida bestimmten Stier getötet haben, plant der Marqués von Barrios einen Aufstand. Als die Verschwörung auffliegt, erpresst Guillaume dessen Tochter Juana zur Heirat, um deren Familie zu schützen; sie sinnt auf Rache, bis Guillaume sie ersticht und sich am Ende für Napoleons Flucht opfert.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk, das 1921 auch verfilmt wurde, gehört zu d’Alberts mittlerer, in Leipzig uraufgeführter Schaffensphase und verbindet historisches Kolorit mit einer für großes Orchester und zahlreiche Solostimmen angelegten, spätromantischen Musiksprache.