Der Stein der Weisen
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Der Stein der Weisen

Johann Baptist Henneberg
Oper · 1790

Über das Werk

„Der Stein der Weisen oder Die Zauberinsel“ ist ein Singspiel in zwei Akten nach einem Text von Emanuel Schikaneder, der auf ein Märchen aus Christoph Martin Wielands Sammlung „Dschinnistan“ zurückgeht. Es entstand 1790 als Gemeinschaftswerk der Komponisten am Theater auf der Wieden in Wien: Den Hauptteil der Musik schrieb Johann Baptist Henneberg, einzelne Nummern stammen von Franz Xaver Gerl, Benedikt Schack, Schikaneder selbst und Wolfgang Amadeus Mozart. Die Uraufführung fand am 11. September 1790 statt.

Handlung

Auf einer verzauberten Insel muss ein Liebespaar Prüfungen des Halbgottes Astromonte bestehen, begleitet von komischen Dienerfiguren und übernatürlichen Verwandlungen – eine Zauberoper im Geist der damaligen Wiener Vorstadttheater.

Kulturelle Bedeutung

Besetzung und Machart nahmen die ein Jahr später entstandene „Zauberflöte“ in vielem vorweg, weshalb das Werk heute als möglicher Ideengeber für Mozarts Oper gilt. Nach anhaltendem Erfolg über rund zwei Jahrzehnte fiel es in Vergessenheit und wurde erst 1996 vom Musikwissenschaftler David J. Buch anhand einer vollständigen Partitur in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg wiederentdeckt. Mozarts Beitrag, das Duett „Nun liebes Weibchen“, ist als „Katzenduett“ bekannt, weil eine verzauberte Figur darin nur noch „miau“ antworten kann.

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