Über das Werk
Der Schauspieldirektor ist ein einaktiges Singspiel, das Mozart 1786 im Auftrag Kaiser Josephs II. für ein Fest in der Orangerie von Schloss Schönbrunn komponierte. Das Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nimmt den Theaterbetrieb selbst aufs Korn.
Handlung
Der Theaterdirektor Frank stellt für seine neue Truppe Sänger:innen zusammen. Ein Bankier verspricht finanzielle Hilfe, verlangt dafür aber die Anstellung seiner Geliebten. Über Gagenstreit und Eifersüchteleien der Künstler:innen hinweg einigt man sich am Ende darauf, das Urteil dem Publikum zu überlassen.
Kulturelle Bedeutung
Am selben Abend wurde, ebenfalls im Auftrag Josephs II., Antonio Salieris Gegenstück „Prima la musica e poi le parole" uraufgeführt – ein direkter Wettstreit zweier Antworten auf die Frage nach dem Verhältnis von Musik und Text. Die eigentliche Musik nimmt in Mozarts Werk nur rund zwanzig Minuten ein, den Rest bestreiten gesprochene Dialoge.