Über das Werk
Oper in drei Akten von Pavel Haas nach einem eigenen Libretto, das auf Josef Wincklers Roman Doctor Eisenbart (1929) beruht, uraufgeführt am 2. April 1938 am Landestheater Brünn unter der musikalischen Leitung von Quido Arnoldi. Weil die Nürnberger Rassegesetze eine Zusammenarbeit zwischen jüdischen und nichtjüdischen Künstlern untersagten, verschleierte Haas die deutsche Vorlage und siedelte die Handlung mit tschechischen Figurennamen in der Nähe des mittelalterlichen Spiels Mastičkář an.
Handlung
Der fahrende Quacksalber Pustrpalk zieht mit seiner Truppe durch Mitteleuropa, gerät in eine Beziehung zur jungen Amaranta und in Konflikt mit seiner Frau Rozina und dem Mönch Jochimus. Nach Jochimus' Tod wird Pustrpalk des Mordes verdächtigt und flieht; Jahre später sucht ihn dessen Geist heim, und er stirbt an den Visionen seiner Vergangenheit.
Kulturelle Bedeutung
Haas wurde 1941 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet; seine Oper blieb danach 60 Jahre lang unaufgeführt, bis das Wexford Festival sie 1998 erstmals wieder auf die Bühne brachte.