Der Saporoger an der Donau
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Der Saporoger an der Donau

Semen Hulak-Artemowskyj
Oper · 1863

Über das Werk

Der Saporoger an der Donau ist eine komische Oper in drei Akten mit gesprochenen Dialogen, zu der Semen Hulak-Artemowskyj sowohl die Musik als auch das Libretto verfasste. Er komponierte das Werk 1861/62 und sang bei der Uraufführung am 26. April 1863 am Sankt Petersburger Mariinski-Theater selbst die Hauptrolle des Karas. Es gilt als erste vollständige ukrainische Oper.

Handlung

Nach der Zerstörung der Saporoger Sitsch durch die Truppen Katharinas II. 1775 haben sich Kosaken jenseits der Donau im damals osmanischen Gebiet niedergelassen. Der trinkfreudige Karas und seine resolute Frau Odarka sollen ihre Ziehtochter Oksana mit einem Türken verheiraten; die Kosaken nutzen die Gelegenheit zur Flucht und kehren in ihre ukrainische Heimat zurück.

Kulturelle Bedeutung

Das Publikum verlangte bei der Uraufführung Zugaben der Tänze, im Folgejahr übernahm das Moskauer Bolschoi-Theater die Oper. Wegen der zaristischen Sprachverbote gegen das Ukrainische war sie von 1863 bis 1884 von den Bühnen verbannt; seither gehört sie zu den meistgespielten Werken des ukrainischen Opernrepertoires.

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