Über das Werk
Mit „Der Rubin“ legte Eugen d’Albert 1893 seine erste Oper vor, ein musikalisches Märchen in zwei Aufzügen nach Friedrich Hebbels gleichnamiger Märchendichtung; das Libretto verfasste d’Albert selbst. Die Uraufführung fand am 12. Oktober 1893 am Hoftheater Karlsruhe statt.
Handlung
Der arme Fischersohn Asaf entzweit sich mit seinem Freund Hakam, der gestohlen hat, während ein Wesir verkündet, der Kalif verspreche seine Krone demjenigen, der die spurlos verschwundene Prinzessin Bedura zurückbringt. Beim Juwelier Soliman verfällt Asaf einem Rubin, reißt ihn an sich und wird zum Tode verurteilt; im letzten Moment entführt ihn der geheimnisvolle Irad in die Unterwelt. Dort begegnet er der zu Stein erstarrten Bedura, die ihn zwar liebgewinnt, ihm den Weg zu ihrer Erlösung aber nicht verraten darf – er muss ihn selbst finden.
Kulturelle Bedeutung
Zur Uraufführung soll Richard Strauss d’Albert brieflich gratuliert und dabei gewitzelt haben, Opern zu schreiben sei nicht schwer, sie aber aufzuführen sehr; tatsächlich blieb „Der Rubin“ im Vergleich zu d’Alberts späteren Bühnenerfolgen ein Achtungserfolg und wird heute so gut wie nie gespielt.
