Der Roland von Berlin
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Der Roland von Berlin

Ruggero Leoncavallo
Oper · 1904
OperTragödie

Über das Werk

Historische Oper in vier Akten von Ruggero Leoncavallo, die Kaiser Wilhelm II. nach dem Eindruck von Leoncavallos Oper „I Medici“ als Teil einer geplanten Operntetralogie über die Hohenzollern in Auftrag gab. Leoncavallo schrieb Musik und Libretto nach Willibald Alexis’ Roman von 1840 selbst; die deutsche Übersetzung stammt von Georg Dröscher. Die Uraufführung fand am 13. Dezember 1904 an der Königlichen Hofoper Unter den Linden in Berlin statt.

Handlung

Im Berlin des 15. Jahrhunderts liebt der Weber Mollner die Tochter des Bürgermeisters, doch Standesgrenzen trennen sie. Er wird zum Anführer eines Aufstands gegen den Patrizierrat gewählt und als „Roland“ gefeiert; als er während der Belagerung die Stadttore für den Kurfürsten öffnen will, wird er versehentlich getötet.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung wurde ein gesellschaftliches Berliner Ereignis, blieb musikalisch aber umstritten: Leoncavallo zitierte offen Wagner-Motive aus „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ und mischte sie mit italienischen und operettenhaften Passagen. Nach rund 37 Aufführungen bis 1908 verschwand das Werk von den Spielplänen und geriet bis auf eine Berliner Konzertaufführung 1987 in Vergessenheit.

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