Über das Werk
Operette in drei Akten von Richard Heuberger nach einem Libretto von Victor Léon und Heinrich von Waldberg, uraufgeführt am 5. Januar 1898 im Theater an der Wien. Vorlage war der französische Schwank Les Dominos roses von Alfred Delacour und Alfred Hennequin (1876).
Handlung
Während des Pariser Karnevals wollen zwei Ehefrauen die Treue ihrer Männer testen und schicken ihnen anonyme Einladungen zu einem Maskenball, auf dem sie an rosa Domino-Kostümen erkennbar sein sollen. Als ein Kammermädchen aus eigenem Antrieb ein drittes, gleichfarbiges Kostüm ins Spiel bringt, entsteht ein Verwechslungschaos, das erst am Ende aufgelöst wird und die Kammerzofe als eigentliche Drahtzieherin entlarvt.
Kulturelle Bedeutung
Der Opernball war Heubergers einziger dauerhafter Bühnenerfolg. Das Walzerduett Geh'n wir ins chambre séparée löste sich früh von der Handlung und wurde zu einem eigenständigen Klassiker des Wiener Operettenrepertoires; das Werk steht bis heute im Spielplan von Häusern wie der Volksoper Wien.