Über das Werk
Der kurzweilige Hochzeitsvertrag ist ein Lustspiel des Benediktinerpaters Maurus Lindemayr im oberösterreichischen Hausruckviertler Dialekt. Lindemayr schrieb es 1770 eigens für den Besuch von Marie-Antoinette, die auf ihrer Brautfahrt von Wien nach Frankreich im Stift Lambach Station machte.
Handlung
Das Stück zeigt Figuren aus dem bäuerlichen Umfeld, die um einen Hochzeitsvertrag feilschen, und entwirft so ein derb-komisches Gegenbild zur höfischen Welt der Braut, zu deren Unterhaltung es gedacht war.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung fand am 23. April 1770 im eigens dafür instand gesetzten Barocktheater des Stifts Lambach statt, dem einzigen erhaltenen barocken Klostertheater Österreichs. Das Stück gilt als wichtige Quelle für den oberösterreichischen Dialekt des 18. Jahrhunderts und wird von der Theatergruppe Barocktheater Lambach bis heute gelegentlich aufgeführt.